Rennszene beim Saisonauftakt der Dankward-Racing-Series in Kaltenkirchen

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Saisonauftakt Dankward-Racing-Series Kaltenkirchen

Rennsport

Am Wochenende fand das erste Rennen der Saison 2026 in Kaltenkirchen statt. Die Dankward-Racing-Series startete auf einem anspruchsvollen 2km Rundkurs mit zwei kleinen, aber spürbaren Anstiegen. Mit Startern aus den Kategorien U19, Elite-Frauen und Männer sowie Masters zeigte sich bereits zum Saisonauftakt, wer den Winter über trainiert hatte.

U19: Hektischer Start und dramatisches Ende

Das U19-Rennen begann von Anfang an sehr hektisch. Alle Fahrer hatten gute Beine und wollten nach vorne. Das Tempo im langgezogenen Feld war dementsprechend hoch. Bei Unachtsamkeit gingen sofort Lücken zwischen den Fahrern auf, die kaum wieder zuzufahren waren. Bereits in Runde drei gab es den ersten großen Split – vorne ein großes Feld, dahinter ein kleines Grupetto.

Für Anton Aschenbach kam das Ende früh: In Runde vier erlitt er auf dem schnellen, verwinkelten Kurs einen Reifenschaden. Da die Wechselzone zu weit entfernt war, bedeutete das trotz Rundenvergütung das Aus.

Vorne im großen Feld machten zwei RG Hamburg Elitefahrer und Finn Richter (U19) weiter eine gute Figur. Etwa 12 Runden vor dem Ziel versuchten Finn und Mats Tietjen (St. Pauli) auszureißen. Beide sahen noch sehr frisch aus, doch nach zwei Runden wurde der Ausreißversuch gestellt.

Fünf Runden vor dem Ziel schien Finn eine gute Chance zu haben – entweder durch eine vorzeitige Attacke oder im Sprint. Doch das Schicksal schlug zwei Runden vor Schluss zu: Finn stürzte auf der anderen Seite des Rundkurses in ein Straßenschild und zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Wir alle wünschen ihm gute und schnelle Genesung!

Das Rennen endete schließlich in einem Massensprint, in dem Anno Schwarz von der RG Hamburg Platz drei belegte. Glückwunsch an dieser Stelle!

Frauen: Starker Teamauftritt bei Hamburg WMN Racing

Bei frischen 9 Grad zum Einrollen machte der Name “Hamburg WMN Racing” seinem Versprechen alle Ehre. Insgesamt standen 17 Elite-Frauen, eine Hobbyfahrerin und fünf Masters-Fahrerinnen am Start – das Team war mit Steffie, Alina, Franca, Sarah und Birte vertreten.

Von Beginn an wurde schnell gefahren. Früh bildete sich eine Spitzengruppe mit Steffie und Alina, die sich bis zum Schluss behauptete und nicht mehr eingeholt werden konnte. Nach der Sprintwertung, die Steffie für sich entschied, entstand dahinter eine Verfolgergruppe. Hier fuhr Birte ihr erstes Rennen im Team und zeigte gemeinsam mit Franca und Sarah richtig starke Teamarbeit.

Vorne lieferte Steffie ein mega Rennen ab und stand am Ende als Dritte auf dem Podium. Alina sicherte sich im Sprint Platz 8. Ein richtig starker Start in die Saison für das Team – und Anfang April geht’s direkt weiter ins Trainingslager in den Harz!

Männer: Taktisches Rennen mit Podiumserfolg

Der enge Rundkurs in Kaltenkirchen verlangte den Fahrern auf weniger als zwei Kilometern alles ab. Wer hier bestehen wollte, brauchte nicht nur Watt in den Beinen, sondern auch höchste Konzentration und saubere Linienwahl in den zahlreichen Kurven.

Die Amateure gingen gemeinsam mit der Masters-2-Kategorie ins Rennen. Als Northwind Racing Collective (NRC) standen 9 Fahrer am Start, als Teil der RG Hamburg sogar 12 Mann stark.

Von Beginn an war klar: Das wird kein kontrolliertes Abtasten. Schon in der 2. und 3. Runde wurde das Rennen selektiv. Eine erste Spitzengruppe von rund 15 bis 20 Fahrern setzte sich ab und bestimmte fortan das Tempo. Das Feld zog sich früh auseinander.

Vorne entwickelte sich ein taktisch geprägtes Rennen – immer wieder kurze, harte Antritte, immer wieder das Spiel aus Angriff und direkter Reaktion. Stark aus NRC-Sicht: Mehrere Fahrer konnten in dieser entscheidenden Gruppe positioniert werden und waren damit von Beginn an präsent.

Der technisch anspruchsvolle Kurs forderte zunehmend seinen Tribut. Kleine Unsauberkeiten oder kurze Unaufmerksamkeiten reichten aus, um den Anschluss zu verlieren. Die Spitzengruppe wurde Schritt für Schritt kleiner.

In den letzten zehn Runden war das Rennen endgültig selektiert: Noch rund zehn Fahrer kämpften um den Sieg – darunter Till und Jasper vom NRC. Die Verfolgergruppe arbeitete engagiert, doch das hohe Tempo an der Spitze ließ den Vorsprung konstant bleiben.

Sechs Runden vor Schluss fiel die Vorentscheidung: Ein starkes Trio – bestehend aus einem Amateur und zwei Masters-Fahrern – setzte sich mit einer entschlossenen Attacke ab. Dahinter wurde gezögert, der entscheidende Moment war verpasst. Das Trio brachte den Vorsprung bis ins Ziel.

Im Sprint um die verbleibenden Podiumsplätze zeigte Jasper Frahm ein starkes Finish und sicherte sich Platz drei. Damit steht direkt im ersten Rennen der Saison ein Fahrer des NRC auf dem Podium.

Fazit

Ein intensiver Saisonauftakt auf einem anspruchsvollen Kurs – mit starker Teampräsenz in allen Kategorien und gleich mehreren Podiumsplätzen für die RG Hamburg. Das erste Rennen hat auf jeden Fall Lust auf weiteres Racing gemacht.

In der DRS geht es am 09.05. in Flintbek weiter mit Rennen 2. Die Teams ziehen ihre Schlüsse aus dem Auftakt und werden alles daran setzen, beim nächsten Mal noch präsenter im vorderen Feld zu sein.


Geschrieben von: Anton Aschenbach (U19 RG Hamburg), Birte Hilgenbrink (Hamburg WMN Racing) und Julian Wagner (Northwind Racing Collective)

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