| RG Hamburg Tour 2010 (RTF/Marathon) |
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| Geschrieben von: Harald Lerche | ||||||||||
| Dienstag, den 22. Juni 2010 um 13:09 Uhr | ||||||||||
Aus der Sicht des RTF Fachwartes.
Die RG Hamburg-Tour bot auch dieses Jahr neben den üblichen 4 RTF-Streckenlängen (44, 75, 115 und 153km) wieder einen Marathon über knapp 220km an. Der Marathon zählt sowohl zur Wertung zur Nord-Cup-Serie, als auch zur Wertung des Radmarathon Cup Deutschland des BDR. Berichte über die Teilnahme an RTFs, sowie die Qualität von Fettstullen und die angebotene Auswahl an Speisen finden sich im Internet ja mittlerweile in beträchtlicher Anzahl. Manchmal hat man den Eindruck die Höhepunkte einer RTF werden durch die kulinarische Auswahl und nicht durch die Streckenauswahl bestimmt. Daher schildert der folgende Bericht von unserem RTF-Fachwart Harald Lerche die Veranstaltung einmal aus Sicht des Verantwortlichen. Um eine solche Veranstaltung zur Zufriedenheit aller Teilnehmer durchzuführen, bedarf es eben doch mehr, als nur mal eben Sonntagmorgen den Klapptisch rauszuholen, Iso-Getränk anzurühren und Bananen aufzuschneiden.(soweit die Anmerkungen des Webmasters) So eine Veranstaltung bedarf einer Menge an Vorbereitungen. Bereits nach der Festlegung des Termins für die Veranstaltung (also im Vorjahr!) wurde die Sporthalle gebucht. Bei den Feuerwehren wurde nachgefragt, ob wir dort unsere Depots aufschlagen können und die Unterlagen für die Genehmigung wurden an den Landesbetrieb Verkehr gesandt. Da eigentlich keine Streckenänderungen geplant waren, konnte man sich erstmals zurücklegen.
Größere Probleme setzten erst ein, als wir etwa drei Wochen vor dem Veranstaltungstermin die Strecke abfuhren und feststellten, dass die Strecke von Linau (K1) nach Breitenfelde am Veranstaltungstag wegen einer Großbaustelle nicht befahren werden konnte. Ziemlich gleichzeitig rief mich eine Sachbearbeiterin vom Landesbetrieb Verkehr (LBV) an und meinte, sie wolle nun die Genehmigung erstellen und hatte noch ein paar Fragen. Bei dem Gespräch hat sie mir freundlicherweise die gesamten Stellungsnahmen von den einzelnen Landkreisen zugemailt. So konnte ich im Vorwege sehen, was nicht genehmigt werden sollte und eben auch, dass besagte Großbaustelle bis zur Veranstaltung nicht beendet sein würde. Mit einem Bürgermeister der einen Streckenteil auf der 40 Km Runde nicht genehmigen wollte und in seiner Ablehnung 8 Punkte aufzählte warum, habe ich noch mal Kontakt aufgenommen. Leider konnte ich ihn nicht überzeugen und so musste auch dieser Streckenteil geändert werden. Der Steckenteil von Linau nach Breitenfelde bedurfte jedoch eines größeren Aufwandes. So wurden zuerst auf der topografischen Karte nach Alternativen gesucht, die natürlich etwa die gleiche Streckenlänge haben sollten. Eine Strecke die ebenfalls recht gut war, wurde aber nach Abfahren der örtlichen Gegebenheiten doch nicht genommen, da in einer Kurve der Straßenbelag wechselte und es hier zu Stürzen hätte kommen können. Also nahmen wir die Strecke via Linau-Kalkkuhle, Sirksfelde und Ritzerau. Diese Änderung musste wiederum beim LBV eingereicht werden, was aber per Mail ziemlich reibungslos ging und die Sachbearbeiterin meldete sich sofort, damit ich auch schnell die Genehmigung erhalte. Also ein dickes Lob an den LBV. Da wir in Hamburg eigentlich bei jeder RTF mit 1000 Teilnehmern rechnen müssen, musste natürlich alles wie Anmeldeformular, Startkarten, Rückennnummern etc. in ausreichender Menge vorhandenen sein. Jedes Depot teilt mir am Ende der Veranstaltung mit, was zu viel oder zu wenig war, so hat man für die Planung der nächsten RTF einen sehr guten Anhaltspunkt. Den Wetterbericht kann man für den Wareneinkauf nur bis spätestens Mittwochs beobachten, denn dann muss die Ware bestellt werden. Durch lange Kontakte mit Aldi und Metro z.B. brauche ich meine Bestellung nur aufgeben und zur Abholung wird alles auf einer Palette oder auch in Brotkisten zusammengestellt. Der Hamfelderhof als Sponsor für Käse, Milch und Butter hat uns wieder ganze Käselaibe (!) zur Verfügung gestellt, die uns zuerst doch etwas Kopfschmerzen bereitet haben, da sich Käse mit einer Brotmaschine nicht sinnvoll schneiden lässt. Auch hier musste kurzfristig eine Lösung gefunden werden. Dankenwerterweise hat sich ein Feinkostgeschäft in Volksdorf gefunden, das uns den Käse aufgeschnitten hat. Vielen Dank hierfür.
Nachdem am Freitag und Samstag die gesamte Verpflegung, Tische, Bänke etc. zum Startort an der Schule gebracht wurde, konnte Verpflegung und Material für die einzelnen Kontrollstellen zusammengestellt werden. Zwischenzeitlich hatten verschiedene andere Helfer reichlich zu tun, um die Strecken auszuschildern. Jetzt konnte man nur noch warten, was Petrus am Sonntagmorgen verkündet. Da Petra und ich am Startort übernachtet haben und wir alle eigentlich permanent Regen auf unserem Wohnmobil hörten, dachte ich morgens um 5.00 Uhr, dreh dich um und schlaf einfach weiter. Aber das ging natürlich nicht. Ich dachte so, na wenn 300 Teilnehmer kommen, dann können wir zufrieden sein. Der Himmel war morgens sehr bedeckt, aber es regnete nicht. Und so sollte auch bis nachmittags bleiben. Der Regen setzte erst am Nachmittag hin und wieder ein. Dann allerdings mit teilweise wirklich kräftigen Schauern. Trotzdem kamen bei diesem bewölkten Vormittag doch etwa 750 -780 Teilnehmer. Am Morgen der Veranstaltung muss dann der Startort hergerichtet werden, wozu auch gehört, dass den Marathonfahrern Frühstück angeboten wird. Neben dem Startort müssen aber auch alle Kontrollstellen hergerichtet werden, was bedeutet es rücken 4 Teams zu den Kontrollenstellen. Nebenbei muss dabei auch die Strecken noch einmal abgefahren werden, um die Ausschilderung zu kontrollieren. Leider gibt es doch immer einige Zeitgenossen, die Spaß daran haben Streckenpfeile zu entfernen oder zu verdrehen. Ich weiß nicht, ob die später hinter der Hecke liegen und sich schlapp lachen, wenn eine Horde Radfahrer in ihrem Ort herumirrt. Jedenfalls gibt es mit schöner Regelmäßigkeit einen Bedarf bestimmte Streckenabschnitte neu auszuschildern oder Pfeile wieder in die richtige Richtung zu drehen. Sehr positiv zu bewerten ist, dass nach der Veranstaltung mehrere Teilnehmer kamen und ihr Startgeld nachentrichtet haben. Vermutlich hat der Bericht in Helmuts Forum über Quereinsteiger etc. dazu beigetragen. Hier noch eine Auflistung der vorhandenen Verpflegung:
Zusätzlich gab es in Kühsen Melonen und Apfelstücke, sowie in Todendorf nur Apfelstücke. Außerdem war jedes Depot mit einem Verbandskasten ausgerüstet und hatte auch Fahrradschläuche zur Verfügung. Es hätten also noch mehr Teilnehmer kommen können und keiner wäre verhungert. Bedanken möchte ich mich bei den über 50 Helfern, denn ohne deren Hilfe kann so eine Veranstaltung nicht durchgeführt werden. Der Tag für die meisten Helfer beginnt spätestens zwischen 7-8 Uhr morgens und endet nicht vor 18:00 Uhr, da ja auch alles wieder abgebaut werden muss und schließlich soll auch der Marathonfahrer noch die Möglichkeit haben in Ruhe zu duschen und sich nach der Tour mit Kuchen und Bratwurst zu stärken, bevor er oder sie den Nachhauseweg antritt. Harald Lerche
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 27. Juni 2010 um 20:24 Uhr |