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Giro Stormarn 2010 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sammy   
Montag, den 14. Juni 2010 um 21:19 Uhr

Viele bekannte Gesichter in Bad Oldesloe

Obwohl das Wetter nicht ganz so schön war wie vergangene Woche in Nortorf, waren doch viele RGH'ler in Oldesloe am Start. Neben den üblichen RTF'lern wurde auch Senioren-Rennfahrer Lutz Schröder am Start gesichtet. 5 Minuten vor dem Startschuß eine Schrecksekunde beim Blick auf die rechte Schnalle meines Radschuhs. Der Schnappverschluss war kaputt gegangen und hing nur noch auf einer Seite fest. Also nicht berühren und hoffen, dass er die kommenden 150km durchhält.

Harald hatte mehr Pech, er hatte seine Schuhe gleich ganz vergessen und da die Zehennägel nicht lang genug waren, um sich in den Pedalen festzukrallen, mußte die Tour ausfallen. Die Strecke war bis auf eine kleine Änderung, weil die Brücke nach Nütschau gerade saniert wird, identisch zu den in den Jahren vorher. Es ging also unter Polizeischutz raus aus der Stadt und rein in die Hügel zwischen Poggensee und Steinfeld. Wer die nicht zügig hochkommt, kann die erste Gruppe getrost vergessen.

Der nächste topografische Höhepunkt lauert dann direkt nach der ersten Verpflegungskontrolle, der Klingenberg, allerdings von der flachen Seite und daher eigentlich gut zu fahren. Gott sei Dank hat die Strasse vom Klingenberg Richtung Süllfeld nicht so stark gelitten, so daß man hier noch ohne Probleme mit 60km/h runterfahren konnte. Danach ging es erstmal wieder gegen den Wind Richtung Borstel, um anschließend die Rückenwindpassage zu geniessen und relativ rasch die 2. Verpflegungskontrolle in Fischbek zu erreichen.

Das Wetter hielt, auch wenn es zwischenzeitlich immer mal wieder nach Regen aussah und im Wind auch relativ kühl wurde. In wechselnden Gruppen erreichten Dietmar und ich dann auch die 3. Kontrolle in Wesenberg. Für Dietmar die letzte Kontrolle, da er leider nur 120km fahren wollte. Ergo mußte ich alleine weiterfahren. Anscheinend waren schon alle die 150km fahren wollten durch, jedenfalls kam auf den restlichen 50km keine Gruppe mehr zustande. Also alleine durch den Wind und die Hügel nördlich von Reinfeld. Nie ist es mir so schwer gefallen wie Sonntag, aber wahrscheinlich steckten mir noch die 210km vom vergangenen Sonntag in den Knochen (Nordcup Marathon am Mittelpunkt). In Heilshoop wollte mich eine Gruppe Bengels noch in die Irre führen, sie hatten den Richtungpfeil verdreht und bedeuteten mir ich solle geradeaus fahren. Was die Jungs nicht wußten, ein Stück vorher gab es schon einen Pfeil, den sie nicht verdreht hattenZwinkernd. Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich dann doch noch die 4.Kontrolle in Söhren erreicht.

Nach der letzten Kontrolle geht es in Oldesloe ja wieder zurück auf die bekannten Pfade vom Beginn der Tour. Vorbei an der 1.Kontrolle in Tralau, die aber jetzt bei der zweiten Passage schon verweist ist. Bis zur Kreuzung bei Heidick nochmal gegen den Wind, aber dann mit dem Wind Rücken die letzten Kilometer ins Ziel. Kurz vor dem Ziel wird auch klar vorher der WInd kommt, der Ort heißt "Wolkenwehe".

Als ich mein Rad dann ins Auto laden will, wird auch sofort klar, warum die Fahrt über die Hügel so beschwerlich war, am Sitzrohr direkt hinter der Trinkflasche hatte es sich ein Mitfahrer bequem gemacht.

Ach ja, die Schnalle am Schuh hat glücklicherweise durchgehalten.

Euer
Webmaster (bis Sonntag in Todendorf)


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. Juni 2010 um 18:40 Uhr