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Saison 2009 feierlich verabschiedet. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Uwe Marquardt   
Montag, den 23. November 2009 um 22:33 Uhr

Rückblick - Einblick - Ausblick.

 alt  Zum dritten Mal hatte unser Festausschuss die Saison-Abschlussfeier im Hotel Mellingburger Schleuse organisiert. Der Ort hat für uns also bereits etwas Traditionelles und Vertrautes in unserer 116-jährigen Vereinsgeschichte. Durch den Abend führte uns - wie wir es von ihm kennen - mit Witz und Routine unser 1. Vorsitzender, Wolfgang Strohband.

 Neben knapp 80 Vereinsmitgliedern und Gästen begrüßte er den kürzlich neu gewählten 1. Vorsitzenden des Radsportverbandes Hamburg, Volker Heyer, der noch einmal betonte, die Kommunikation des Verbandes zu den Vereinen wieder aufnehmen zu wollen.

Ehrungen für langjährige sowie verdiente Mitglieder und Verabschiedungen nahmen einen großen Teil des Abends ein. Hier die Zusammenfassung:

Für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden Jens Bösenberg und Jürgen Seidel geehrt. Viele weitere Mitglieder für 40, 25 und 10 Jahre. Der jüngste Jubilar – selbst erst 10 Jahre -  war Domenic Karrasch, für den die Tüte Gummibären noch schwerer wiegte als die Nadel.

Die RTFler wurden durch unseren RTF-Fachwart Heinz-Harald Lerche gewürdigt, während die Renner der Saison durch unseren Oldie John Mewes aufgerufen wurden: Torge Adam, Tim Peters, Jan Konert sowie Urgestein Robert Karrasch.

Erwähnt werden soll an dieser Stelle, dass sich eine neue Funktion herausbildet hat: "Rennsport-Material-Fachwart". Nachdem unsere Rad-Lagerräume an der Radbahn in Stellingen erneut beschränkt wurden haben sich Harry Manke und sein Sohn Ralf freundlicherweise bereit erklärt auf ihrem Betriebsgelände Lagerräume für Bahn- und Straßen-Räder und Equipment zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank dafür. Im Rahmen dieser Aktion hat sich Torge Adam erste Sporen verdient.

Besonderes Thema an diesem Abend waren die Erfolge unserer Jugendlichen und damit eng verbunden unser scheidender Trainer Michael Gaumnitz.

Im Jahre 2003 nahm Michael seine Funktion als Trainer bei uns auf. Er kam als C-Trainer und geht nach erfolgreicher Arbeit  - nun als gefragter Trainer - zum Olympiastützpunkt nach Cottbus. Er folgt damit seinen Jugendfahrern (Nikias, René, Michelle, Leon), die er über viele Jahre ausgebildet hat an einen der renommiertesten Radsportstandorte in Deutschland.

Michael hat Ideen, Visionen und Engagement gepaart mit einer fundierten Ausbildung sowie hoher sozialer Kompetenz in unseren Verein gebracht. Sowohl zu den Machern im Verein, als auch zu den Jugendlichen und den Eltern hatte Micha immer einen guten Draht, so dass die Zusammenarbeit Spaß und Freunde gemacht hat. 

Ob auf der Pfalz-Tour, der Kids Tour oder auf den Bahnen in Köln, Frankfurt oder in seiner Heimat Berlin – Micha war immer zu Hause. Denn Radsport ist sein Leben und das hat er vorgelebt. Die Begeisterung sprang auf sein Umfeld über und er bewegte einiges. Nicht nur im Verein – auch im Verband. Die Widerstände gegen die er dort arbeiten musste verlangt Respekt. Trotz dieser hat er immer die Jugendlichen mit ihren Bedürfnissen und Radsporthunger im Auge gehabt und erfüllt.

Nie vergessen werde ich die Jugend-DM in Unna 2008 sowie das Event auf der Bahn in Berlin im Januar 2009. In Unna saßen wir nachts zu dritt (Jürgen Mecke war noch dabei) auf dem Zimmer und haben die Silberlinge für die Kids für den nächsten Tag gepackt - und Micha hat über Radsport erzählt.

Erwähnt seien hier noch das Schulprojekt mit der Gesamtschule Stellingen, die Youngclassics sowie die Bundesliga-U23 im letzten Jahr. Auch an den langen, außerplanmäßigen Trainingsabenden in Stellingen auf der Bahn, wo Micha mit Stopp-Uhr und Pfeife die Kommandos gab.

Die Zeit spielt in unserem Sport oft eine große Rolle. Damit Micha sich immer an seine Jahre in Hamburg erinnert, haben wir ihm zum Abschied eine Armbanduhr aus einer Sonderedition mit dem Hamburger Wappen im Ziffernblatt sowie einer Gravur mit den Jahren seiner Tätigkeit als Geschenk gemacht.

21 Siege hat in der vergangenen Saison Leon Rohde eingefahren. Das ist außergewöhnlich und auch ein Erfolg des Teams: Kameraden, Trainer, Eltern und auch die RGH. Dies hat Leon in einem Brief – der am Abend verlesen wurde – noch einmal zum Ausdruck gebracht. Leider musste er einer Einladung zu einer BDR-Sichtung folgen. Und Leon hat auch – neben seinem Radsport, noch Zeit für uns gehabt, denn er hat als einer der ganz Wenigen für unsere Website geschrieben und von seinen Rennen berichtet.

Genannt werden sollen hier auch seine Kameraden des Jahrgangs, die immer etwas im Schatten standen, ihn unterstützt haben und dennoch selbst einige Erfolge einfahren konnten: Phillip Prien, Rasmus Ramm, Per-Ole Frank, sein Bruder Luis sowie Michelle Klawonn.

Ein Jahrgang der gezeigt hat, dass auch in Hamburg Rad-Sportler, wenn sie kompetent betreut werden, sportlich zu Deutschlands Spitze gehören können und menschlich gefestigt und sozialverantwortlich für die Gesellschaft vorbereitet sind.

In diesem Sinn dürfen wir als RGH auch uns selbst befeiern, was an diesem Abend gut gelungen ist. Wir hoffen, dass dies bei der diesjährigen BMX-Weihnachtsfeier am 11. Dezember seine Fortführung findet.

Dank an alle Beteiligten und vielleicht denkt der eine oder andere in diesen ruhigen Zeiten einmal darüber nach, welches Glück Zufriedenheit und Freunde, Gemeinschaft und Gesundheit bedeuten.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Dezember 2009 um 18:06 Uhr